exposés "chimie"
Chemie Vortragsreihe
Chemie ist nicht alles, aber alles ist Chemie! En bien comme en mal, la chimie a investi notre quotidien… et sera à l’honneur partout dans le monde cette année. L’occasion de mieux connaître cette branche des sciences si mal connue et souvent si mal aimée.
L’Association des Amis du LFA à invité élèves, familles, enseignants, amis et tous ceux qui s’engagent pour le Lycée à participer à 2 soirées d’exposés sur le thème de la Chimie, proposées par M. Chevallier (enseignant français de chimie) et plusieurs parents du LFA, spécialisés dans ce domaine.
n°1 Erster Abend Donnerstag 12 Mai 2011 - 19h30 (Raum E39)
« Les infections bactériennes sur prothèse médicale » ( F )
Dr. Lydie Ploux : Chargée de Recherche CNRS; Institut de Science des Matériaux de Mulhouse
« Lumière et matière » ( F )
Dr.Carole Ecoffet: Chargée de Recherche CNRS; Institut de Science des Matériaux de Mulhouse
« Zéolithes et applications » ( F )
Dr Jean-Louis Paillaud Equipe Matériaux à Porosité Contrôlée (MPC); Inst. de Scs d. Mat. de Mulhouse
n°2 Zweiter Abend Donnerstag 26 Mai 2011 – 19h30 (Raum E39)
« Qu’est-ce qu’une démarche scientifique ? Illustrations à partir de l’histoire de la chimie » (F)
Flavien le Bouter Philosophielehrer am DFG
« Theory and Application of Nucelar Magnetic Resonance» ( D+GB )
"Theorie und Anwendung der Kernspinresonanz "
Dr. Dominik v. Elverfeldt et Frederik Testud (ehem. DFG-Schüler) Radiologie der Uniklinik Freiburg
« Industrielle Anwendungen von kohlefaserverstärkten Kunststoffen am Beispiel einer Windkraftanlage » ( D )
Dr. Martin Spitzer Huntsman Advanced Materials; Basel Area, Switzerland | Plastics
« Chimie médicinale et analyse des produits » ( F )
Dr. Brigitte Charpiot et Dr Arnaud Osmont Novartis Institutes for BioMedical Research; Novartis Campus Basel
Einige Impressionen in der nachfolgenden Bildergalerie:
Chemiepraktikum mit Herrn Riess
Am Donnerstag, den 19. Mai 2011, gab es am DFG ein Chemiepraktikum über Polymere mit dem Chemieprofessor Herr Riess an dem alle interessierten Schüler der Seconde teilnehmen konnten.
Die erste Gruppe der Teilnehmer traf sich um 13:30 Uhr im Chemieraum. Es waren schon allerhand interessant aussehende Versuche aufgebaut. Die Spannung stieg, als jeder sich einen Chemiekittel und eine Schutzbrille anzog. Wir waren weniger als fünfzehn Schüler, sodass eine Atmosphäre entstand, die man aus dem gewöhnlichen Unterricht nicht kennt.
Herr Riess, ein Professor der Universität Mulhouse mit Enkelin am DFG, eröffnete das Praktikum mit allerhand Beispielen – er ließ die verschiedensten Plastikteile durchgeben, von Faden über bunte Platten bis zu medizinischen Hilfsmitteln. Ebenso erklärte er uns, dass Plastik, bzw. Kunststoff, aus langen Molekülketten besteht, Polymere genannt. Sie können aus gleichen oder aus verschieden Molekülen in bestimmter Reihenfolge bestehen.
Das erste Experiment, von drei Schülern ausgeführt, war, Plastikbecher mit einem Föhn zum Schmelzen zu bringen. Zurück blieb nur eine runde Platte. Somit wurde die Spannung, die bei der Produktion entstand, rückgängig gemacht.
Vor dem zweiten Experiment zeigte uns Herr Riess mithilfe von Modellen, wie man aus den langen Polymerketten auch Gitter machen kann. Das Experiment betraf uns alle sehr, denn jeder von uns hatte schon bei einem Kieferorthopäden einen Kieferabdruck machen lassen. Dafür muss man eine blaue und eine weiße Paste, von der gleichen Konsistenz wie Knete, vermengen. Bis die Reaktion abgelaufen ist, hat man drei Minuten Zeit, um sie auf Modelle zu drücken. In unserem Fall waren es Gipsabdrücke von Kiefern und große Medaillen. Sobald die verschiedenen Polymergitter der beiden Kunststoffe miteinander reagiert haben, wird der Abdruck hart. Herr Riss schrieb und die Lewisformel an die Tafel. Eine weitere Art Polymere zu verwenden ist in der Photo-Polymerisation. Ein dünnflüssiges Plastik wird mithilfe von UV-Licht hart.
Mit Polymeren können auch natürliche Zusammensetzungen nachgeahmt werden. Latex, ein künstliches Kautschukmolekül, wird zum Beispiel für Plastikhandschuhe und Tischdeckenschutz verwendet. Das neuste Projekt in dieser Branche ist, Handschuhe mit einer dünnen desinfizierenden Schicht zu bestücken, um bei Operationen das Übertragen von Infektionen, die bei Schnitten durch diese Schutzhandschuhe entstehen können, zu verhindern.
Das letzte Experiment bekam die meiste Aufmerksamkeit. Der Superabsorber, ein Polymer der bis zu dem hundertfachen seines eigenen Gewichts an Wasser aufnehmen kann und sich u.a. in Windeln befindet, wird bei Vermischen des Pulvers mit Wasser zu einem durchsichtigen, glitschigen Gel. Das liegt daran, dass das Wasser in die Gitterstruktur des Polymers eindringt, um die Ladung auszugleichen. Deshalb gelang der Versuch mit Salzwasser nicht. Herr Riess erzählte uns von seinen Jugendstreichen, als sie dieses Pulver den Frauen ins Putzwasser schütteten. Daraufhin erkundigte sich einiger Schüler, wo dieses Polymer denn zu kaufen sei. Mit Natriumalginat und Calcium stellten wir rotes Gel her, das Götterspeise sehr ähnelt. Da dies nach einem ähnlichen Prinzip funktionierte wie das vorige Experiment, waren wir zunächst zögerlich, als es ums Probieren ging. Doch kurz später waren wir alle noch am Leben.
Für alle war es ein äußerst gelungenes und amüsantes Praktikum, in welchem wir einen guten Einblick in die Welt der Polymere und deren Anwendungen bekommen haben. Vielen Dank an Herrn Riess! (Rosa, 2S1)








