Schulstruktur

Die Binationalität des DFG spiegelt sich auch in der Struktur der Schule wieder. Schulleitung, Kollegium und Verwaltung sowie die Elternvertretung und der Förderverein sind binational angelegt.

Die Schulleitung besteht aus dem deutschen Schulleiter, der die Gesamtverantwortung für die Schule trägt, und dem stellvertretenden französischen Schulleiter bzw. Schulleiterin, die die französische Abteilung leitet.

Auch das Kollegium besteht aus deutschen und französischen Lehrern. Die deutschen Lehrer sind Beamte oder Angestellte des Landes Baden-Württemberg, die französischen Lehrer sind Beamte des französischen Erziehungsministeriums oder sie sind als Ortslehrkräfte tätig.

Das DFG wird von deutschen und französischen Schülern besucht. Die Aufnahme erfolgt durch unterschiedliche Aufnahmeverfahren zunächst in zwei verschiedenen Abteilungen (deutsche Abteilung Kl. 5-9, französische Abteilung Kl. 6è-3è), die zunächst parallel geführt und nach oben hin in einer zunehmenden Zahl von Fächern von Lehrkräften beider Nationen gemeinsam unterrichtet werden.

Der Unterricht erfolgt auf der Basis harmonisierter deutsch-französischer Lehrpläne gemäß einer besonderen Stundentafel. In den Klassen 5 und 6 erhalten die deutschen Schüler einen intensiven Französischunterricht mit 8 bzw. 6 Wochenstunden. Damit werden die für den Einstieg in den zweisprachigen Lehrgang erforderlichen Sprachkenntnisse vermittelt. 

Ab der 6. Klasse werden einige nicht sprachliche Fächer (Musik, Kunst und Sport) in integrierten Gruppen von französischen oder deutschen Lehrern in der jeweiligen Muttersprache des Lehrers unterrichtet. Ab der 8. Klasse werden einige gesellschaftswissenschaftlichen Fächer in der so genannten Partnersprache (französisch für die deutschen Schüler, deutsch für die französischen Schüler) unterrichtet.

Ab Klasse 6 wird als 2. Fremdsprache Englisch gelehrt; ab Klasse 8 werden je nach Unterrichtsversorgung die Fächer Spanisch, Italienisch und Latein als fakultative Fächer angeboten.

In der Sekundarstufe II besteht die Wahl zwischen einem sprachlich-philosophischen, einem mathematisch-naturwissenschaftlichen und einem wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Zweig. Die Schüler werden hier vollständig integriert, d.h. die deutschen und französischen Schüler werden in nahezu allen Fächern gemeinsam im neuen Klassenverband unterrichtet. Der Unterricht wird je zur Hälfte von französischen Lehrern in französischer Sprache und von deutschen Lehrern in deutscher Sprache erteilt.

Den Abschluss des Deutsch-Französischen Gymnasiums bildet die gemeinsame deutsch-französische Abiturprüfung. Das Zeugnis über das bestandene Abitur verleiht seinen Inhabern alle Berechtigungen, die mit dem Zeugnis des deutschen Abiturs in der Bundesrepublik und des französischen Baccalauréat in Frankreich verknüpft sind.