Kunstfahrt 2019

1819KunstfahrtMannheim 1Vom 18. bis zum 19. Januar sind die diesjährigen Kunstgruppen der Seconde nach Mannheim und Karlsruhe gefahren, um in den Genuss wahrer Kunstwerke zu kommen und unternahmen eine Reise vom Mittelalter über die Renaissance bis hin zum Barock und der Moderne.

Es standen drei Museen auf der Liste, somit war die Abfahrt schon am Freitag um 12.45 Uhr vom Freiburger Hauptbahnhof.

Am selben Tag gab es auch die Streikbewegung „Fridays for Future“, an der die meisten Schüler teilgenommen hatten, jedoch trotzdem pünktlich am Treffpunkt ankamen. Leider war unser ICE nicht so zuverlässig, da dieser kurzfristig ausfiel. Etwas Unruhe machte sich unter der Gruppe bei dieser Neuigkeit breit, wurde aber schnell durch Vorfreude ersetzt, als wir einen Ersatzzug bekamen.

Mit etwas Verspätung ging der Ausflug dann los. Wir fanden schnell freie Plätze und bald waren alle mit Handy, Bücher, Spielen oder Reden beschäftigt.
Nach kurzer Zeit war die Fahrt schon vorüber und um 14.30 Uhr waren wir endlich in Mannheim. Dort marschierten wir direkt zur ersten Kunsthalle, wo die Gruppen von M. Dupas und von Frau Giesler getrennt wurden.
 
Beide bekamen eine Führung durch die hellen Räume, wobei der 1819KunstfahrtMannheim 2 Schwerpunkt der Erklärungen auf dem nächsten Abi-Thema „Portrait“ lag. Die Ausstellungen waren mit Werken aus dem 19. und 20. Jahrhundert sehr abwechslungsreich. Am Ende hielten einige Schüler Referate über verschiedene Gemälde, die zur Zeit ausgestellt waren.

Als wir um kurz nach 18 Uhr fertig mit unserer Erkundung des Museums waren, gingen wir bei anfangender Dämmerung zu unserer Jugendherberge. Dies erwies sich jedoch schwerer als gedacht und wir verliefen uns mehrmals, bevor wir schließlich etwas erschöpft ankamen. Die Zimmer wurden verteilt, Betten bezogen und bald waren alle schon wieder unten für das Buffet. Große Freude machte sich breit, als wir nach dem Abendessen in 3-er Gruppen in die Innenstadt zurückgehen und ohne Aufsicht bis 22 Uhr Mannheim selbst erkunden durften. Bei der Rückkehr erwartete uns alle ein gemütliches Bett und noch ein ganzer Tag in Karlsruhe.

1819KunstfahrtMannheim 3Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück schon um 9 Uhr morgens los und wir fuhren mit dem Zug nach Karlsruhe. Dort angekommen ging es gleich in die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, in der wir uns mit dem Mittelalter und dem Barock beschäftigten. Vor allem befassten wir uns mit der Karlsruher Passion, sieben Tafeln, die den Leidensweg Christi bis zu seiner Auferstehung zeigten, und natürlich wurden auch wieder in diesem Museum vor den originalen Kunstwerken sehr gute Referate gehalten.

Gegen ca. 13 Uhr mittags hatten wir Schüler dann eine Stunde, um die Karlsruher Innenstadt zu erkunden, die wir aber alle mit Essen verbrachten. Zurück am ausgemachten Treffpunkt, an dem sogar alle Schüler schon pünktlich auf die Lehrer warteten, ging es dann mit der Straßenbahn zum Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe. Dies war vermutlich für alle von uns ein Museumsbesuch der anderen Art. Anstatt von bekannten Gemälden, die schön ordentlich an ihren Plätzen hingen, begegneten uns Virtual Reality Brillen, Computerspiele aus jedem Jahrzehnt, kostenlose Getränkeautomaten und sogar eine Tischtennisplatte inmitten der ausgefallen Kunstwerke, die Frau Giesler und ihre Gruppe trotz des anstrengenden Tages noch mit voller Motivation testeten. Sobald wir die erste Ausstellung betraten, war uns klar, dass dieser Besuch interessant und witzig sein würde, denn sofort wurden von Computern Größe und Alter erraten oder Körper durch Pixel ersetzt. Das Thema der ersten Ausstellung war „Open Codes. Die Welt als Datenfeld“, was die unzähligen Computerbildschirme und höchstinteressanten Filme über beispielsweise 3D-Drucken von bereits zerstörten antiken Kunstwerken erklärten. In der zweiten Ausstellung begaben wir uns dann in mehreren Etagen zuerst zu Sofas mit Fernsehern, auf denen man gefilmt wurde und dann im jeweils anderen Stockwerk bei dem anderen Sofa zu sehen war, so dass man durch verschiedene Stockwerke über Bildschirm miteinander kommunizieren konnte. Im nächsten Stockwerk befand sich dann die Ausstellung „the next level“, in der jedermann alte und neue Computerspiele für sich entdecken konnte und in der es um die Computerspielekultur ging.

Leider mussten wir gegen 18 Uhr das Museum verlassen, um eine kleine Wanderung zum Bahnhof zu unternehmen, an dem wir um 19 Uhr den Zug zurück nach Freiburg nahmen. Etwas erschöpft und müde, aber immer noch lächelnd und uns fröhlich unterhaltend stiegen wir dann in den Zug Richtung nach Hause ein, wo wir noch einmal über die gemeinsamen Erinnerungen der vergangenen zwei Tage lachten und gemütlich wieder Karten spielten, Filme drehten oder das Handy zückten.

Die Kunstfahrt war sehr bereichernd, interessant und amüsant gestaltet und wir danken Frau Giesler, M. Dupas und Mme Ohlerth dafür.
 
Adeline et Emily, 2L1
 

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