Integration am DFG-Freiburg

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Seit der Gründung des Deutsch-Französischen Gymnasiums im Jahr 1972 ist die Integration ein konstitutives und einzigartiges Merkmal dieser Schule. Dabei umfasst diese Integration mindestens zwei Aspekte: einerseits die intensive Beschäftigung mit der Kultur des Partnerlandes, die den Schülern deren Vielfalt und Schönheit erschließen soll und andererseits die persönliche Begegnung mit Schülern und Lehrern des Partnerlandes im Unterricht und bei vielen Aktivitäten außerhalb des Unterrichts.
 
Den organisatorischen Rahmen, in dem die Integration verwirklicht werden soll, bilden
  • die Stundentafeln der Klassen, mit z.B. einer besonders hohen Zahl von Unterrichtsstunden in der Partnersprache, durch die eine möglichst frühzeitige Beherrschung der Partnersprache erreicht werden soll;
  • die Lehrpläne der einzelnen Fächer, in denen Unterrichtsinhalte aus der Literatur, der Geschichte, der Kunst und der Landeskunde des Partnerlandes einen besonders breiten Raum einnehmen und
  • die integrierten Klassen und Lerngruppen, in denen französische und deutsche Schüler gemeinsam lernen und arbeiten.
 
Stundentafeln und Lehrpläne sind der Schule vorgegeben. Über die Zusammenarbeit in integrierten Gruppen kann die Schule weitgehend selbst entscheiden. Sie beginnt bereits seit vielen Jahren in der Unterstufe in den Klassen 6/6ème und 7/5ème, in denen deutsche und französische Schüler in den Fächern Kunst, Musik und Sport gemeinsam unterrichtet werden. Sie wird in der Mittelstufe ausgeweitet auf die Fächer Geographie und Englisch in der Klassenstufe 8/4ème.
Der Vorbereitung der vollständigen Integration in der Oberstufe dienen gemeinsame Evaluationen im Fach Mathematik in den Klassenstufen 7/5ème und 9/3ème, das integrierte Praktikum in den Fächern Physik und Chemie in Klassenstufe 8/4ème, der Unterricht im Fach Biologie (einschließlich eines Praktikums) in der Partnersprache in den Klassen 9/3ème, der Wechsel der Unterrichtssprache (und des Lehrers) im Fach Gemeinschaftskunde in der zweiten Hälfte der Klasse 9/3ème und ein gemeinsamer Kompaktkurs in Mathematik für die Klassen Seconde zu Beginn des Schuljahres.
Die Klassen der Oberstufe werden seit dem Schuljahr 2003/2004 vollständig integriert unterrichtet, d.h. deutsche und französische Schüler bilden in der Oberstufe eine Klassengemeinschaft, mit der sich die Schüler identifizieren können und die eine dauerhafte persönliche Begegnung zwischen deutschen und französischen Schülern ermöglicht. Diese vollständige Integration in der Oberstufe sieht vor, dass:
  • die Schüler in allen Fächern (mit Ausnahme der Mutter- und der Partnersprache und von Religion) in integrierten Klassen unterrichtet werden;
  • die deutschen und französischen Schüler möglichst gleichmäßig auf die Klassen des L-, S- und ES-Zweiges verteilt werden;
  • der Unterricht für jeden Schüler je zur Hälfte von französischen Lehrern in französischer Sprache und von deutschen Lehrern in deutscher Sprache erteilt wird;
  • die Unterrichtssprache in einem Fach bis zum Abitur beibehalten wird;
  • die Abiturprüfung in der Unterrichtssprache erfolgt.
 
Unabhängig von den strukturellen Vorgaben findet die Integration der deutschen und französischen Schüler im täglichen schulischen Miteinander, in den zahlreichen Arbeitsgemeinschaften, bei den außerunterrichtlichen Veranstaltungen, bei Schullandheimaufenthalten, bei Feiern und Festen und bei sonstigen Begegnungen statt.

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