In den letzten Ethik- und Relistunden des Schuljahres bekamen die Schüler:innen der 5a Besuch von der Familienrichterin Frau Köttgen (im Bild rechts vorne). Der Besuch schuf Verknüpfungspunkte zur Unterrichtseinheit „Regeln und Regelkonflikte". Im Gesprächskreis fand eine muntere Diskussion über viele das Recht und die Gesetze betreffende Fragen statt. Dabei war die Fragerichtung nicht einseitig. Häufig stellte Frau Köttgen Rückfragen an die Klasse, um zu zeigen, mit welch kniffligen Dilemmata man im Beruf als Richter:in konfrontiert ist. Dann war es an den Schüler:innen zu entscheiden: Würdet ihr vor Gericht als Richter:in Ausreden akzeptieren? Und wenn ja, bis wohin? Was würdet ihr noch als Notwehr gelten lassen? Wo sind auch der Notwehr Grenzen gesetzt? Ist Anspucken eine Körperverletzung? Auch über prominente Fälle wurde gesprochen: Das aus dem Unterricht bekannte Beispiel Rosa Parks wurde aufgegriffen: Darf die Polizei auch dann Menschen verhaften, wenn sie sich dabei auf offensichtlich ungerechte Gesetze stützen?Anschaulich wurde der Besuch durch die würdige Robe und das dicke dicke Gesetzbuch, aus dem die Richterin einen Paragraphen vorlas. Spätestens hier wurde klar, warum Rechtswissenschaften ein langes Studium ist. Dennoch muss man nicht bis nach der Schullaufbahn warten, um bessere, wenn auch vielleicht nicht immer vollständig befriedigende Antworten auf Fragen nach Recht und Gerechtigkeit zu erhalten. Dazu reichen häufig die Freude Fragen zu formulieren und Gedanken zu vertiefen, ein gesundes Maß kritisches Denken und vielleicht auch die Auseinandersetzung mit der einen oder anderen Fragestellung in den geisteswissenschaftlichen Schulfächern am DFG. Schöne Ferien an alle. 🙂

