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LuicaAm Tag nach dem Internationalen Frauentag, am Montag, den 9. März, präsentierte Frau Graab den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften sowie der Schulleitung einen Überblick über ihre deutsch-französische Dissertation über Wissenschaftlerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts.

Dieser spannende Vortrag ermöglichte es dem Publikum, Wissenschaftlerinnen zu entdecken, die heute oft wenig bekannt sind, aber dennoch wesentlich zur Entwicklung der Wissenschaft beigetragen haben.

Der Vortrag eröffnete außerdem zahlreiche Denkanstöße:

  • Wie arbeiteten Wissenschaftlerinnen im 18. und 19. Jahrhundert und wie führten sie ihre Forschungen durch?
  • Unterschieden sich ihre Arbeiten von denen ihrer männlichen Kollegen?
  • Wurden sie in der wissenschaftlichen Gemeinschaft vollständig anerkannt und akzeptiert?
  • Inwiefern beeinflusste ihre soziale Herkunft – adelig oder bürgerlich – ihre Möglichkeiten zu studieren und zu forschen?
  • Warum wurden die Arbeiten vieler Wissenschaftlerinnen im Laufe der Zeit vergessen oder anderen zugeschrieben?

Die Antworten auf diese Fragen zeigen, dass die Situation je nach Land und wissenschaftlichem Umfeld stark variierte. Die Fortschritte verliefen zudem nicht linear: Einige Perioden brachten bedeutende Fortschritte für Frauen in der Wissenschaft, während andere Rückschritte bedeuteten.

Eine der größten Herausforderungen dieser Forschung war die Suche nach Quellen. Die Namen und Beiträge vieler Wissenschaftlerinnen erscheinen häufig nur indirekt, verborgen in Veröffentlichungen oder im Schriftwechsel ihrer männlichen Kollegen.

Während dieses Vortrags hatten wir das Glück, 14 Wissenschaftlerinnen mit inspirierenden Lebenswegen kennenzulernen, die es verdienen, heute besser bekannt und anerkannt zu werden.

👉 Hier ist die Liste der Wissenschaftlerinnen, die in diesem Vortrag erwähnt wurden:

Christine Kirch (1697–1782)
Deutsche Astronomin aus einer Familie von Wissenschaftlern. Sie führte die Arbeiten der Berliner Sternwarte fort und beteiligte sich an zahlreichen astronomischen Beobachtungen, insbesondere an der Berechnung von Kalendern.

Caroline Herschel (1750–1848)
Deutsch-britische Astronomin und Mitarbeiterin ihres Bruders William Herschel. Sie entdeckte mehrere Kometen und war eine der ersten Frauen, die für ihre wissenschaftliche Arbeit bezahlt wurde.

Catharina Helena Dörrien (1717–1795)
Deutsche Botanikerin und Naturforscherin. Sie erstellte bedeutende botanische Klassifikationen und war eine der ersten Frauen, die in eine wissenschaftliche Gelehrtengesellschaft aufgenommen wurden.

Madeleine-Françoise Basseporte (1701–1780)
Französische Illustratorin und Naturforscherin, bekannt für ihre äußerst präzisen botanischen Zeichnungen, die in der wissenschaftlichen Forschung im Jardin du Roi (dem späteren Muséum national d’Histoire naturelle) verwendet wurden.

Elisabeth Julienne Pommereul (1722–1782)
Französische Naturforscherin und Mineralogin im Jardin des Plantes in Paris. Sie beschäftigte sich besonders mit der Untersuchung von Mineralien und Fossilien und trug zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse ihrer Zeit bei.

Nicole-Reine Lepaute (1723–1788)
Französische Mathematikerin und Astronomin. Sie beteiligte sich an Berechnungen zur Vorhersage der Rückkehr des Halleyschen Kometen und arbeitete an der Verbesserung astronomischer Tabellen.

Marguerite Bihéron (1719–1795)
Französische Anatomistin, berühmt für ihre sehr detaillierten anatomischen Wachsmodelle, die für die medizinische Ausbildung verwendet wurden und in ganz Europa bekannt waren.

Louise du Pierry (1746–1838)
Französische Astronomin. Sie unterrichtete Astronomie in Paris und war eine der ersten Frauen, die öffentliche wissenschaftliche Kurse – insbesondere für Frauen – anbot.

Wilhelmine Witte (1777–1854)
Deutsche Astronomin mit besonderem Interesse an Himmelskarten. Sie fertigte unter anderem detaillierte Darstellungen der Mondoberfläche an.

Elisabeth von Matt (1762–1814)
Österreichische Astronomin. Sie beteiligte sich an Beobachtungen an der Sternwarte Salzburg und trug zur beobachtenden Astronomie bei.

Clémence Lortet (1772–1835)
Französische Botanikerin und Naturforscherin, spezialisiert auf die alpine und mediterrane Flora. Sie führte zahlreiche botanische Beobachtungen durch und legte Herbarien an.

Jeanne Baret (1740–1807)
Französische Entdeckerin und Botanikerin, die erste bekannte Frau, die die Welt umrundete. Sie nahm an der Expedition von Bougainville teil und sammelte zahlreiche Pflanzen.

Marie-Jeanne-Amélie de Lalande (1783–1832)
Französische Astronomin und Mitarbeiterin des Astronomen Joseph Jérôme de Lalande. Sie beteiligte sich an der Berechnung astronomischer Tabellen und an der Arbeit der Pariser Sternwarte.