
Anfang Oktober 2025 wurde das Lernspiel HistoCity bei der 13. International Educational Games Competition, die im Rahmen der European Conference on Games Based Learning (ECGBL) an der Nord University in Norwegen stattfand, mit einem renommierten internationalen Preis ausgezeichnet. Dieses Spiel wurde von Anfang bis Ende von den Schüler:innen des Deutsch-Französischen Gymnasiums Freiburg zusammen mit Gilles Dupas und Matthias Baumann (Freiburger SchulprojektWerkstatt) konzipiert und entwickelt. Eine außergewöhnliche Anerkennung für ein Schulprojekt, das zu einem echten Labor für pädagogische Innovation geworden ist.
Das Spiel wird am Tag der offenen Tür am Samstag, den 31. Januar, ab 10 Uhr im Neubau von einem jungen Team aus vier Archäolog:innen der Zukunft aus der Klasse 6a vorgestellt.
Siehe die Website des Wettbewerbs: https://academic-conferences.org/conferences/ecgbl/ecgbl-future-and-past/
Ein hybrides Spiel, das Digitales und Konkretes verbindet
HistoCity zeichnet sich durch sein hybrides Format aus, das auf einzigartige Weise Folgendes kombiniert:
Einen realen Ausgrabungsparcours, bei dem die Spieler mit archäologischen Werkzeugen ein mit sandiger Masse bedecktes Labyrinth freilegen;
Eine digitale Anwendung, mit der man im Labyrinth versteckte QR-Codes scannen kann, um dank eines animierten Maskottchens historische Informationen zu erhalten;
Eine lebensgroße Rekonstruktion der Stadt Freiburg mit 24 monumentalen Gebäuden (von denen einige bis zu 1,40 m hoch sind), die die Teilnehmer auf einem 7 x 7 Meter großen Stadtplan wieder anordnen müssen.
Eine originalgetreue Nachbildung der Stadt Freiburg mit 24 monumentalen Gebäuden (von denen einige bis zu 1,40 m hoch sind), die die Teilnehmer auf einem 7 x 7 Meter großen Stadtplan platzieren müssen.
Diese Kombination aus analogem Spiel, digitaler Technologie und immersiver körperlicher Erfahrung (embodied learning) macht es zu einem einzigartigen pädagogischen Instrument, das mit den neuen Lehrplänen, den Zielen der Kulturvermittlung und den zeitgenössischen Praktiken des game-based learning im Einklang steht.
Ein Projekt, das von Schüler:innenn des Deutsch-Französischen Gymnasiums konzipiert wurde
Dieser internationale Erfolg ist umso bemerkenswerter, als die Schüler:innen an allen Phasen der Entwicklung des Spiels beteiligt waren:
Historische Recherche über die Stadt und ihre Gebäude
Zeichnungen und künstlerische Gestaltung der Gebäude
Entwurf der Labyrinthe
Drehbuch und Produktion der in die Anwendung integrierten Filme und Audioinhalte
Entwurf der Symbole, Schilder und Lehrmaterialien
Unter der Leitung von Matthias Baumann (Freiburger SchulprojektWerkstatt) für das Projektmanagement und die multimediale Umsetzung sowie von Gilles Dupas (Deutsch-Französisches Gymnasium) für die künstlerische Leitung haben die Schüler:innen ein vollständiges, kohärentes und professionelles Spiel produziert, das den Anforderungen eines internationalen Wettbewerbs gerecht wird.
Geschichte spielerisch entdecken
HistoCity versetzt die Spieler:innen in eine fesselnde Fiktion: Archäolog:innen der Zukunft entdecken die verschwundene Stadt Freiburg wieder. Durch die Ausgrabung eines Labyrinths und die Entdeckung multimedialer historischer Informationen sammeln die Teilnehmer:innen die notwendigen Hinweise, um die Stadt wieder aufzubauen.
Das Spiel ermöglicht es:
die lokale Geschichte auf aktive Weise zu lernen,
zusammenzuarbeiten, nachzudenken, Verbindungen herzustellen
und eine Erfahrung zu machen, die im Klassenzimmer, im Museum oder im Freien stattfinden kann.
HistoCity ist ein vielseitiges pädagogisches Werkzeug, das vollständig transportabel, wetterfest und für Schul-, Tourismus- oder Museumsprojekte geeignet ist.
Dieses Spiel steht dem LFA zur Verfügung und kann von allen Lehrer:innen oder für Klassen, die uns besuchen, genutzt werden. Das Spiel wurde bereits in mehreren Schulen in Freiburg eingesetzt.
Es kann als Konzept für andere Städte weiterentwickelt werden.
In den Jahren 2025-2026 werden der Schlossberg und die Geschichte der Befestigungsanlagen von Vauban in Freiburg hinzugefügt.
Ein inspirierendes Beispiel für spielerisches Lernen
HistoCity zeigt, dass ein Schulprojekt zu einem echten Werkzeug für pädagogische Innovation werden kann, das folgende Aspekte miteinander verbindet:
künstlerische Kreativität,
historische Forschung,
Technologie,
Zusammenarbeit
und Engagement der Schüler:innen.
Dieser internationale Preis würdigt die bemerkenswerte Arbeit des gesamten Teams und bestätigt das Potenzial des Spiels als Vehikel für Lernen, Kultur und soziale Bindungen.
Weitere Informationen:
Website des Spiels Histocity https://www.histocity.de/ https://www.mazemedia
Matthias Baumann (Projektidee & Multimediale Umsetzung) www.freiburg.de/fsw
Gilles Dupas (Künstlerische Realisation) www.dfglfa.net

