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IMG 1898DFG Schüler*innen entwickeln im Rahmen des Preisausschreibens „Prix Samuel Paty“ ein Debattier-Kartenspiel für den Unterricht. 

Ende April haben eine Handvoll Schüler*innen aus zwei Première-Klassen sowie einer 3ème ihren Projektbeitrag für den prestigeträchtigen Wettbewerb zu Ehren des ermordeten Geschichtslehrers Samuel Paty eingereicht. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautete: „Débattre pour faire vivre la démocratie“.

Seit November 2025 arbeiteten die Schüler*innen an einem Spiel zur Förderung der demokratischen Debattenkultur. Beteiligt waren: Cristian Petric, Noé Vermelle, Mathilda Decroix, Amalia Decroix, Timothy Reibel, Ruben Lupetti und Joseph Cuny.  Die Teilnahme am Wettbewerb wurde auf Initiative von Frédéric Albert ins Leben gerufen. Während des Arbeitsprozesses wurden die Schüler*innen wöchentlich von Luiça Graab betreut. Unterstützend begleitet wurde das Projekt außerdem von Magali Hack.IMG 2093

Ursprünglich war geplant, ein Computerspiel zu entwickeln. Das Konzept stand bereits, und auch einige visuelle Details waren ausgearbeitet, als deutlich wurde, dass die Umsetzung zu zeitaufwendig wäre. Daher entschieden sich die Schüler*innen kurzerhand dazu, ein Kartenspiel zu entwickeln: Aleph / Alpha. Das Spiel greift gesellschaftspolitische und ethische Themen auf und kann mit bis zu sechs Personen gespielt werden.

IMG 2105In der ersten Runde äußern die Spielenden verschiedene Aussagen, anhand derer die Mitspielenden erraten müssen, wer demselben Team angehört und wer die sogenannte Alpha-Position vertritt. Dies schult zum einen die Abstraktions- und Beobachtungsfähigkeit und gibt zum anderen die Möglichkeit, sich in andere Positionen hineinzuversetzen. In einer weiteren Runde wird anschließend faktenbasiert und mit eigenen Argumenten über das jeweilige Thema diskutiert. Hier vertreten die Spielenden ihre eigene Meinung und versuchen, die anderen davon zu überzeugen.

Das Spiel eignet sich sehr gut für den Einsatz im Unterricht und fördert die demokratische Debattenkultur spielerisch. Die Schüler*innen entwickelten sowohl einen Prototyp mit physischen Karten als auch eine digitale Online-Version des Kartenspiels. Das fertige Kartenspiel schließlich als Ergebnis ihres Projekts in den Händen zu halten, war für die Schüler*innen ein besonderer Moment. Die Entwicklung dieses Projekts erforderte von ihnen Teamfähigkeit, Frustrationstoleranz und Kompromissbereitschaft. Diese Kompetenzen haben sie, unabhängig davon, wie die Preisvergabe ausgeht, bereits gewonnen.

L. Luiça Graab