Am 4. November 2026 durfte unsere Schule Natasha Tourabi begrüßen. Sie ist Anthropologielehrerin und Koordinatorin für Friedenspädagogik am United World College Robert Bosch in Freiburg. Sie hielt zwei Vorträge: einen für unsere Oberstufenschüler:innen und einen für unsere Schüler:innen Sekundarstufe I.
Die Begegnung fand im Rahmen des Wissenschaftsfests Fête de la Science unter dem diesjährigen Motto „Wissenschaftlich genießen“ (Saveurs savantes) statt und lud unsere Schüler:innen dazu ein, ihre Ernährung aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Denn hinter dem, was auf unseren Tellern landet, stehen weit mehr Fragen als nur die nach Geschmack oder Essgewohnheiten:
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Welche Auswirkungen hat unsere Ernährung auf das Klima, die Wasserressourcen, die Böden und die biologische Vielfalt?
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Welche Rolle spielen Tiere und ihre Empfindungsfähigkeit bei unseren Ernährungsentscheidungen?
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Was wissen wir tatsächlich über pflanzenbasierte Ernährung und Veganismus? Wie lassen sich wissenschaftliche Fakten von weitverbreiteten Vorstellungen und Vorurteilen unterscheiden?
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Und wie können wir über pflanzliche Ernährung sprechen, ohne dabei den Reichtum der kulinarischen Traditionen weltweit, ihre Geschichte und die Menschen, die sie lebendig halten, aus den Augen zu verlieren?
Anhand ihres eigenen Weges – von Zero Waste über Vegetarismus bis hin zum Veganismus – vermittelte Natasha Tourabi weit mehr als nur Denkanstöße zum Thema Ernährung. Sie zeigte, wie Wissen unsere Überzeugungen verändern kann, wie unsere individuellen Entscheidungen mit gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen verbunden sind und warum ökologisches Engagement nicht von ethischen, sozialen und antirassistischen Fragestellungen getrennt werden kann.
Eine besonders eindringliche Botschaft: Sich um unseren Planeten zu kümmern bedeutet auch, alles Lebendige zu achten, Kulturen zu respektieren und das Wissen sowie die Menschen sichtbar zu machen, die es bewahren und weitergeben.
Die beiden Vorträge boten zahlreiche Gelegenheiten, Fragen zu stellen, gängige Vorurteile und Vorstellungen kritisch zu hinterfragen, miteinander zu diskutieren und vor allem die eigene kritische Urteilsfähigkeit zu stärken.

