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Die ehemalige DFG-Schülerin Isabelle Joschke (Abitur 1995) hat ein großes Kapitel ihres Lebens abgeschlossen: die Hochseesegel-Karriere. Am Mittwoch, den 28. Januar, kehrte sie ans DFG zurück, um rund 150 Schülern von der 6. Klasse bis hin zu den Abiturienten von ihren Erfahrungen zu berichten.

In der freundlichen Atmosphäre der neuen Bibliothek des DFG traf man auch auf Dominique Wolff, ihre ehemalige Französischlehrerin, welche ihr  die Leidenschaft für das Meer vermittelt hatte.

Isabelle sprach offen über die Herausforderungen auf See: Isolation, genaue Planung von Nahrung und Wasser, die lebenswichtige Rolle des Entsalzers und die Energieversorgung durch Solar- und Hydrogeneratoren. Schnell folgten neugierige Fragen – von Angst vor dem Kentern bis zu ihren schönsten Erinnerungen: atemberaubende Landschaften, die wilde Schönheit der Ozeane, die Kraft der Wellen im Indischen Ozean und die besondere Rolle als Frau in einem überwiegend männlichen Sport.

Im Chemieunterricht wurde ihr Werdegang sogar wissenschaftlich reflektiert: Die Schüler analysierten ihr Leben als System ständiger Anpassung, nach dem Prinzip von Le Chatelier – immer auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht. Für Isabelle bedeutete das sowohl die Balance zwischen Leben auf See und an Land als auch zwischen Extremen des Wettbewerbs und dem Bedürfnis nach Ruhe und Regeneration.

Die Veranstaltung endete mit einer Signierstunde ihres Buches „Traverser les océans et autres épopées“, bei der Schüler, Eltern und Lehrer zusammenkamen. Ein bewegender Moment, der zeigte: Isabelle Joschke verlässt den Wettkampf, hinterlässt aber eine bleibende Lektion in Mut, Balance und Menschlichkeit.

Bericht und Fotos: Guillaume Chevallier